Glossar

B C D E F G H I K L M N O P R S T U V W Z

 

Ablieferung / Übergabe
Zeitpunkt, zu dem eine Werft / ein Verkäufer das Schiff an die Beteiligungsgesellschaft übergibt und damit das
Eigentum auf die Gesellschaft übergeht.

Added Value
Wertzuwachs, den eine Venture-Capital-Gesellschaft durch ihr Management-Know-how und ihre Betreuung im
Unternehmen bewirkt.

Agio
(=Aufgeld) Geldbetrag, der von einem Kapitalanleger zusätzlich zu der vereinbarten Kapitaleinlage an die Gesell-
schaft zu zahlen ist. Agio wird in der Regel in Prozent angegeben. Siehe auch Disagio.

Anlageerfolg
Ertrag p.a. oder auf die Gesamtlaufzeit, meist als Rendite bezeichnet. Der Anlageerfolg lässt sich nach dem
erzielten Vermögenszuwachs bemessen. Siehe auch Rendite.

Anlagestrategie
Vermögensplanung unter Berücksichtigung aktueller wirtschaftlicher und politischer Faktoren zur Erreichung
eines vordefinierten Ziels. In die Anlagestrategie fließen z.B. die Konjunktursituation, aktuelle Börsentrends
oder die Zinsentwicklung mit ein.

Anleger
Beteiligt sich durch den Beitritt in Höhe seiner Einlage an einer Kommanditgesellschaft und wird damit zum
Mitunternehmer dieser Gesellschaft. Seine Haftung ist auf die Höhe der übernommenen Einlage begrenzt.

Anteilsfinanzierung
Möglichkeit für Anleger zur Finanzierung des Eigenkapitalanteils durch Fremdkapital, welche i.d.R. auf die
Bonität des Zeichners abgestellt ist.

Asset Deal
Firmenübernahme durch Kauf der einzelnen Wirtschaftsgüter (anstelle der Anteile). Gegensatz: Share Deal.

Asset Management
Finanzmanagement des Kapitals und Einkommensflusses einer Immobilie, inklusive Überwachung und Steu-
erung der Leistungen der Objektverwalter, die eine wertsteigernde und objekterhaltende Auswirkung haben.

Ausflaggung

Eintragung eines Schiffs in das Schiffsregister eines anderen Staates, um Betriebskosten wie Personalkosten
und Steuern zu reduzieren.

Ausgabepreis
Preis, den ein Anleger beim Kauf seiner Fondsanteile zahlt. Entspricht dem Rücknahmepreis plus
Ausgabeaufschlag.

Ausschüttung
Geldbetrag, den eine Gesellschaft ihren Gesellschaftern auszahlt. Die Ausschüttungen einer Kommanditgesell-
schaft stellen handelsrechtlich und steuerlich sog. Entnahmen dar und können höher oder niedriger als der
Gewinn sein.

BaFin
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Nachfolgebehörde der Bundesaufsichtsämter für das Kredit-
wesen, das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel.

Bareboat Charter
Das Chartern lediglich der Schiffskörper ohne Besatzung und Ausrüstung.

Bareinlage
Dieser Teil der Fondsbeteiligung ist vom Anleger bar, eventuell in Raten, zu erbringen. Bareinlage zuzüglich
eventueller Anteilsfinanzierung.

Befrachter
Siehe Charterer.

Beirat
Gesetzlich nicht vorgeschriebenes Organ einer Gesellschaft, häufig mit Beratungs- und Überwachungsauf-
gaben. Meistens ohne das Recht zur Erteilung von Weisungen an die Geschäftsführung.

Beitritt
Der Anleger tritt der Beteiligungsgesellschaft mit dem in dem Zeichnungsschein eingesetzten Betrag durch Un-
terzeichnung bei. Erst durch die Annahme durch den Treuhänder ist der Beitritt wirksam.

Benchmark (auch: Milestone)
Herausragende Punkte in der Fonds- oder Unternehmensentwicklung.

Bereederung
Beinhaltet den Einsatz des Personals an Bord, die Ausrüstung mit Proviant und Treibstoff sowie die Bestim-
mung des Einsatzgebietes des Schiffes.

Beteiligungsgesellschaft
Eigentümergesellschaft, meist in Form einer GmbH & Co. KG.

Beteiligungsprospekt
Erklärende, verbindliche Broschüre mit wesentlichen Eckdaten und Verträgen der offerierten Beteiligung.

Beteiligungsregister
Auflistung aller Kommanditisten eines Fonds beim Treuhandkommanditisten und/oder beim Handelsregister.
Daneben führt auch die Fondsgesellschaft ein Gesamtverzeichnis aller Anteilseigner.

Betriebsergebnis
Ergibt sich aus dem Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, also der Differenz zwischen z.B. den Charter-
einnahmen und der Summe aus Schiffsbetriebskosten, Werftkosten, Bereederung und Befrachtung, Gesell-
schaftskosten sowie Zinsaufwendungen.

Betriebskosten
Kosten, die nach Abschluss der Investitionsphase während des laufenden Betriebes eines Unternehmens /
Schiffs anfallen (Kosten für Personal, Ausrüstung, Reparaturen, Schmieröl, Versicherungen, Besichtigungen
und sonstige Kosten).

Blind Pool
Beteiligung an einem Unternehmen, bei der das Anlageobjekt und die Investitionssumme zum Investitions-
zeitpunkt noch nicht festgelegt sind.

Brutto-Charterrate
Festgelegter Preis für die Überlassung eines Schiffes, i.d.R. in US-Dollar oder Euro pro Tag oder pro Monat.

BRZ (Bruttoraumzahl)
Maß, welches den gesamten umbauten Raum eines Schiffes angibt.

Buchwert

Zum Jahresende in den Geschäftsbüchern des Fonds ausgewiesener Wert eines Wirtschaftsgutes.

Bulker (Bulk Carrier)
Frachtschiff zur Beförderung von losen Massengütern und trockenem Schüttgut (engl. bulk = Masse) wie
z.B. Kohle, Erz und Getreide.

Capesize
Größenbezeichnung für Schiffe, die aufgrund ihrer Größe nicht mehr durch den Suezkanal fahren können und
daher das Kap der Guten Hoffnung umrunden müssen (Schiffe ab etwa 240.000 tdw Tragfähigkeit).

Capital Gain
Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen.

Carried Interest
Gewinnbeteiligung der Managementgesellschaft und deren Manager am Erfolg der verwalteten Fonds.

Charterer
Mieter oder Pächter eines Schiffes für einen festgelegten Zeitraum (timecharter) oder eine Strecke
(tripcharter/voyagecharter).

Charterrate
Mietzins für die Überlassung eines Schiffes, wird i.d.R. in US-Dollar oder Euro pro Tag gezahlt.

Chartervertrag
Wird zwischen dem Charterer und dem Eigentümer des Schiffes für die Beschäftigung (Zeitperiode oder Reise,
siehe Charterer) des Schiffes geschlossen.

Container
Standardisierter Behälter. Da diese Metallbehälter genormt sind, sind sie berechenbar zu be- und entladen,
sicher zu verschließen und problemlos im Schiffsverkehr einzusetzen. Einheit TEU und FEU (siehe TEU und FEU).

Containerumschlag
Anzahl von Containern, die in einem Hafen von Land an Bord oder umgekehrt geladen werden.

Corporate Venture Capital
Venture Capital, das von Großunternehmen bereitgestellt wird.

Dachfonds
Kaufen Anteile anderer Fonds, so genannter Zielfonds. Das können hauseigene oder Produkte fremder
Gesellschaften sein.

Deal Flow
Summe aller einer Venture-Capital-Gesellschaft vorgelegten Deals.

Det Norske Veritas (DNV)
Unabhängige Stiftung in Norwegen. Niederlassungen in mehr als hundert Ländern und mit über 8.000 Beschäftigten.
In den Bereichen der Schiffsklassifikation (etwa 18 % der weltweiten Schiffsflotte), Managementsystemzertifizierung
(mehr als 60.000 gültige Zertifikate) und Dienstleistungen für die Energiewirtschaft (etwa der technischen Überwachung
von Offshore Einrichtungen) ist DNV eines der weltweit führenden Unternehmen.

Devisentermingeschäft
Sicherungsinstrument zur Minimierung des Fremdwährungsrisikos gegenüber der Fondswährung (z.B. Euro).
Wichtig, da Erlöse und Kosten oft in unterschiedlichen Währungen anfallen.

Direkte Beteiligung
Ein Investor bringt zusätzliches Gesellschaftskapital in eine GmbH oder AG ein und wird so Mitunternehmer.

Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Bilaterales Abkommen zwischen zwei Ländern zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Ausländische Einkünfte
sollen so nicht zweimal besteuert werden. Siehe auch Progressionsvorbehalt.

Doppelhülle
Schiffsrumpf mit doppelter Bordwand und Doppelboden.

Due Diligence (Beteiligungsprüfung)
Genaue Prüfung eines Unternehmens durch Investoren als Basis der Investitionsentscheidung, insbesondere auch
die Endphase des Prüfungsprozesses.

Dwt (deadweight tons)
Auch tdw (tons deadweight) oder dwat (deadweight all told). Beschreibt die gesamte Tragfähigkeit eines Schiffes
in Tonnen, inbegriffen die Ladung, Treibstoff, Ausrüstung, Proviant, etc.

Eintragung in das Handelsregister
In der Regel ist die Treuhandgesellschaft treuhänderisch als Kommanditistin für den Anleger im Handelsregister
eingetragen. Gelegentlich ist es für den Anleger jedoch vorteilhaft direkt im Handelsregister eingetragen zu sein,
da bei bestimmten steuerlichen Konstellationen ansonsten die Ausschüttungen zu versteuern sind.

Emission
Ausgabe von Fondsanteilen am Kapitalmarkt.

Emissionshaus
Bank, Kreditinstitut oder Privatgesellschaft, die im Rahmen der Fondsfinanzierung wesentliche Aufgaben wie z.B.
die Beratung bei der Fondskonzeption, Erstellung des Beteiligungsprospektes, Finanzierungsvermittlung und die
Ausgabe von Kommanditanteilen übernimmt.

Endfinanzierung

Langfristiger Kredit, dessen Ausreichung häufig von bestimmten Voraussetzungen (z.B. Eintragung von Grundpfand-
rechten im Grundbuch zu Gunsten des Kreditgebers) abhängt.

Exit
Ausstieg der Investoren aus einer Beteiligung durch den Verkauf von Unternehmensanteilen. Ermöglicht Realisation
des Gewinns.

Exitkanäle
Möglichkeiten des Ausstiegs aus einem Investment: Börsengang (IPO); Trade Sale = Verkauf an ein anderes
Unternehmen oder andere Investoren; Buy Back = Rückkauf durch die Altgesellschafter.

Expansion Financing
Geldmittel, die zur Finanzierung von Produktionskapazitäten, Produktdiversifikation, Marktausweitung etc.
verwendet werden, nachdem das betreffende Unternehmen bereits den Break-Even-Point erreicht hat oder
Gewinne erwirtschaftet.

Feederschiff
Zubringer-Schiff, das die Anlieferung bzw. Verteilung von Teilladungen besorgt. Kleinere Einheiten unter 1.000 TEU
werden häufig als Feederschiffe im Mittelmeer und in der Ost- und Nordsee eingesetzt.

Festzins
Die Zinsen für ein Darlehen werden für einen bestimmten Zeitraum vertraglich auf einen gleichbleibenden Zinssatz
festgelegt. Nach Ablauf oder Kündigung der Festschreibungsperiode werden neue Zinskonditionen ausgehandelt.

Finanz- und Investitionsplan
Der Plan besteht aus zwei Elementen: Unter "Mittelherkunft" wird die Herkunft der für die geplante Investition erforder-
lichen Mittel (Kommanditeinlagen, Agio und Bankdarlehen) dargestellt (Finanzplan). Unter "Mittelverwendung" wird
die Verwendung dieser Mittel für die Durchführung der Investition unter Aufschlüsselung der einzelnen Investitions-
kosten (Investitionsplan) dargestellt.

Fonds
Für einen bestimmten Zweck gebildete und verwaltete Vermögenswerte.

Fondskapital

Summe der vermittelten Kommanditanteile. Es stellt den wesentlichen Teil des Eigenkapitals der Beteiligungs-
gesellschaft dar.

Fondsliquidation
Nach Veräußerung der Investitionsobjekte wird der Fonds liquidiert (aufgelöst) und die Gesellschafter erhalten
ihrem Gesellschaftsanteil entsprechende Liquidationsausschüttungen.

Fondsmanagement

Mit Führungsaufgaben betrautes Gremium, das Fondsvermögen verwaltet und alle Anlageentscheidungen trifft.

Fondsrating
Systematische Bewertung von Fonds. Leistungskriterien sind beispielsweise Performance und Risiko eines Fonds.

Fondsvolumen
Besteht zum einen aus dem in die Fondsgesellschaft eingebrachten Kapital der Anleger (Eigenkapital) und zum
anderen aus dem Fremdkapital durch Darlehen.

Fund of Funds
Der Beteiligungsfonds investiert in einen Dachfonds, der Dachfonds investiert wiederum in eine größere Zahl von
Fonds. Damit ist eine breite Risikostreuung bei hoher Branchenabdeckung möglich.

Fundraising
Einwerben von Investorenmitteln. Anfangsphase eines Venture-Capital-Fonds, in der institutionelle, private oder
industrielle Investoren gewonnen werden sollen.

Fungibilität
Rechtsbegriff für Vertretbarkeit. Bei Fondsgesellschaften ist die Möglichkeit der Veräußerung oder Übertragung
von Kommanditanteilen gemeint.

Germanischer Lloyd (GL)
International renommierte Klassifikationsgesellschaft, eine Art TÜV für Schiffsicherheit, -konstruktion, -technik,
Meerestechnik, Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen.

Geschlossene Fonds
Gesellschaften, die eine fest definierte Summe, das Fondskapital, zur Finanzierung größerer Investitionsprojekte
an mehrere Anleger emittieren.

Geschlossener Immobilienfonds
Kapitalsammelstelle für Einzahlungen von Kapitalanlegern für eine Investition in regelmäßig feststehender Höhe.
Ein geschlossener Immobilienfonds wird regelmäßig in der Rechtsform einer Personengesellschaft geführt. Ist das
erforderliche Kapital eingezahlt, wird der Fonds geschlossen; der Kreis der Anleger ist also begrenzt.

Gesellschafter
Durch die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds wird der Anleger zum Gesellschafter. Ist der Fonds in der
Rechtsform einer Kommanditgesellschaft gegründet, nennt man den Gesellschafter Kommanditist.

Gesellschafterversammlung
Jährliche, regelmäßige (ordentliche) oder seltener unregelmäßige (außerordentliche) Versammlung der Fonds-
gesellschafter. Wesentliches, durch den Gesellschaftsvertrag geregeltes Forum der Anlegermitbestimmung.
Wird häufig im schriftlichen Umlaufverfahren durchgeführt.

Gesellschaftskosten
Verwaltungskosten für die Buchhaltung und die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft, Steuerberatung, Treuhandvergütung sowie die Komplementärvergütung.

Gesellschaftsvertrag
Geschäftsgrundlage für die Kapitalanlage. Regelt insbesondere Unternehmensziel, Kapitaleinlagen, Rechte und
Pflichten von Gesellschaftern und Geschäftsführung, Ergebnisverteilung, Informations-, Kontroll- und Mitbestim-
mungsrechte der Anleger, Anteilsübertragung, Kündigung und Abfindungsguthaben sowie Auflösung (Liquidation)
der Beteiligungsgesellschaft.

Gewinnzuweisung
Dem Anleger wird, entsprechend dem vertraglich vereinbarten Anteil vom Jahresergebnis des Fonds, der steuer-
liche Gewinn übertragen (prozentualer Gewinn-/Verlustanteil, i.d.R. in Höhe seines Anteils am Komman-
ditkapital).

GmbH & Co. KG
Rechtsform, die in ihrer Konstruktion eine Personengesellschaft und eine Kommanditgesellschaft ist und an der
eine GmbH als Komplementär, d.h. als persönlich haftender Gesellschafter allein oder zusammen mit anderen
Komplementären beteiligt ist.

Going Public
Börsengang.

Greenshoe

Beim Börsengang behalten die Gesellschafter eine bestimmte Reserve an Aktien, um eine "Überhitzung" der
Nachfrage zu vermeiden. Diese wird bei einer zu hohen Überzeichnung ausgegeben.

Handelsregister (HR)
Öffentlich geführtes Verzeichnis für Kaufleute und Handelsgesellschaften. In das beim Registergericht (Amtsgericht)
geführte Handelsregister sind bestimmte Vorgänge einzutragen, deren Eintragungspflicht sich aus dem Handels-
gesetzbuch und verschiedenen anderen Gesetzen ergibt.

Havarie (auch Havarei)
Schaden an Schiff und/oder Ladung.

Heavy-Lift-Kapazität
Fähigkeit, auch besonders schwere Packstücke, sog. Schwergut, mit eigenem Ladegeschirr oder Kranen zu laden.

Howe Robinson Index (HRI)
Der Howe Robinson Container Index ist nach den weltweit gängigen Charter-Containerschiffen gewichtet.
Aktuell sind die gängigsten in diesem Bereich die 1.600/1.700 TEU Schiffe, welche deshalb mit rund 12%
am höchsten gewichtet werden. Die Grundlagen für die Kursentwicklung bilden die aktuellen Abschlüsse
der Charterer. Der Index erscheint wöchentlich.

Hurdle Rate

Vor Wirksamwerden der Gewinnbeteiligung des Managements erhalten die Investoren der VC-Gesellschaften
zunächst eine Basisvergütung (siehe Carried Interest).

Immobilienfonds
Immobilienfonds ermöglichen die Vermögensanlage in Grundstücken und Gebäuden. Eine begrenzte oder
unbegrenzte Zahl von Personen zahlen in den Fond ein und erwirbt mit diesem Kapital Immobilien. Man
unterscheidet zwischen offenen Immobilienfonds und geschlossenen Immobilienfonds.

Initiator
Anbieter, der allein oder zusammen mit anderen Anbietern ein Investitionsprojekt auflegt (initiiert) oder der
öffentlich/privates Anlagekapital für ein solches Projekt einwirbt. Siehe Emissionshaus.

Investitionsphase
Phase der Bauerrichtung bzw. der Eigenkapitalbeschaffung (Anlaufphase).

Investitionsplan

Planrechnung und wesentlicher Bestandteil der gesamten Unternehmenskonzeption. Weist die Verwendung
der Mittel in der Investitionsphase wie auch deren Herkunft aus.

Investitionsvolumen
Summe aller Investitionskosten.

IPO (Initial Public Offering)
Erstmaliger Börsengang eines Unternehmens mit Publikumsöffnung (eine breite Öffentlichkeit bekommt die
Möglichkeit, durch den Kauf von Aktien in das Unternehmen zu investieren).

Kapitalkonto
Dient bei Personengesellschaften dem Ausweis des Eigenkapitals individuell für jeden Gesellschafter und
spiegelt die Bewegungen der Kapitaleinzahlung, zugewiesene Ergebnisanteile sowie Ausschüttungen bzw.
weitere Einlagen wieder.

Kapitalmarkt
Markt für den gesamten Handel mit mittel- und langfristigem Kapital. Dazu zählen Aktien, Anleihen, Betei-
ligungen, Pfandbriefe usw.

Kapitalrückfluss
Summe aus den an den Anleger gezahlten laufenden Ausschüttungen, dem Anteil am Verkaufserlös des
Schiffes und den Steuerminderungen.

Klasse
Die von Klassifikationsgesellschaften erteilte und in Register und Zertifikate eingetrage Klasse definiert die
Bauausführung und den Erhaltungszustand von Schiffskörper und Ausrüstung.

Knoten (kn)
Schiffsgeschwindigkeitseinheit gemessen in nautischen Meilen (Seemeilen) pro Stunde. 1 Knoten = 1 See-
meile pro Stunde = 1,852 km/h.

Kommanditbeteiligung
Anteil eines Kommanditisten an einer Kommanditbeteiligung. Die Höhe der Kommanditbeteiligung ist regel-
mäßig für den Anteil des Kommanditisten am Ergebnis (Gewinn oder Verlust) und am Vermögen der Komman-
ditgesellschaft sowie für die Verwaltungsrechte des Kommanditisten (z.B. Stimmrecht) von Bedeutung.

Kommanditgesellschaft (KG)
Personengesellschaft, die zwei Arten von Gesellschaftern hat: Solche, die unbeschränkt mit ihrem gesam-
ten Vermögen haften (Komplementär) und solche, deren Haftung auf eine bestimmte, im Handelsre-
gister eingetragene Kapitaleinlage beschränkt ist (Kommanditisten).

Kommanditist
Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (Personengesellschaft), der grundsätzlich nur bis zur Höhe seiner Kommanditeinlage haftet (Anleger).

Kommanditkapital / Kommanditeinlage
Vom Kommanditisten (Gesellschafter des Fonds) eingebrachtes Kapital (Wert seiner Einlage in das Unternehmen).

Komplementär
Vollhaftender Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft. Bei Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform
der GmbH & Co. KG ist der Komplementär eine GmbH und die Haftung ist somit auf das Vermögen der
Gesellschaft beschränkt.

Konsortialführer
Federführende Bank beim Börsengang eines Unternehmens.

Konzeption
Bezeichnung für die Gestaltung einer Investition. Hierunter fallen alle relevanten Vorarbeiten, Ausarbeitungen
und Kalkulationen sowie das fertige Finanzierungsmodell.

Kühlschiff
Spezialfrachtschiff mit Kühleinrichtung für den Transport von verderblichen Lebensmitteln.

Ladegeschirr
Bordeigene Krane, die unabhängig von vorhandenen technischen Einrichtungen in kleineren Häfen das
Be- und Entladen ermöglichen.

Later Stage Financing
Finanzierung nach der ersten Vermarktungsphase des Produkts.

Leistungsbilanz
Im Bereich der geschlossenen Fonds wird unter Leistungsbilanz die Gegenüberstellung von prospektierten
und realisierten jährlichen Fondsergebnissen ausgedrückt.

Leverage (Hebelwirkung)

Durch die Aufnahme von Fremdkapital kann der Gewinn und die Eigenkapitalrentabilität gesteigert werden,
solange der Fremdkapitalzinssatz niedriger ist als die durchschnittliche Verzinsung des gesamten einge-
setzten Kapitals.

Lloyd´s Register
Die größte Klassifikationsgesellschaft der Welt mit Sitz in London.

LNG (Liquefied Natural Gas)
Englisch für verflüssigtes Erdgas. Sein Volumen reduziert sich so auf den 600ten Teil.
Dadurch erst wird ein Transport von weit entfernten Erdgas-Lagerstätten wirtschaftlich.

LNG-Carrier

Frachtschiff für den Transport von durch Atmosphäre und Kühlung verflüssigtem Gas.

Loss of Hire

Englisch für Erlösausfall. In Zeitcharterverträgen wird die Unterbrechung der Zahlung des Charterentgeldes
durch die Off-Hire-Klausel geregelt, z.B. wenn das Schiff durch einen Maschinenschaden nicht einsatz-
bereit ist. Dieses Risiko wird i.d.R. versichert.

LPG (Liquefied Petroleum Gas)

Englische Bezeichnung für Flüssiggase wie z.B. Propan und Butan, die schon bei geringer Druckerhöhung
oder Kühlung flüssig werden.

Management-Buy-In (MBI)
Kapitalbeteiligung von Führungskräften an dem von ihnen geleiteten Unternehmen. In diesem Fall kaufen
sich bisher außenstehende Manager ein. Sie beteiligen sich mit eigenem Kapital am unternehmerischen
Risiko und übernehmen gleichzeitig die Geschäftsleitung.

Management-Buy-Out (MBO)

Eine Form der Betriebsübernahme, bei der Mitglieder des bisherigen Managements die Mehrheit oder zu-
mindest wesentliche Anteile des Unternehmens erwerben, in dem sie arbeiten. Dadurch werden aus ange-
stellten Führungskräften mit Unternehmerfunktion tatsächliche Unternehmer mit Kapitalanteil, die auch
unternehmerisches Risiko tragen.

Massengüter
Homogene Ladungsart in großen Mengen, die meist Schüttgut ist und unverpackt verladen wird.

Mindestbeteiligung
Der vom Anleger zu zeichnende Kommanditanteil soll einem definierten Mindestbetrag entsprechen, um
den Verwaltungsaufwand in vernünftiger Relation zu halten.

Miteigentumsanteil
Anteil an gemeinschaftlichem Eigentum. Er wird in der Teilungserklärung festgelegt und in
Tausendstel ausgedrückt.

MS
Abkürzung für Motorschiff.

MT
Abkürzung für Motortanker.

Multipurpose-Carrier (MPC)

Mehrzweckschiff, welches im Gegensatz zu Spezialschiffen wie Containerschiffen, Tankern,
Fähren oder Kühlschiffen mehrere Ladungsarten gleichzeitig befördern kann.

NASDAQ (National Association of Security Dealers Automated Quotation)
Amerikanische High-Tech-Börse, bietet ein ausgezeichnetes Emissionsfeld für junge, wachstumsstarke
Unternehmen. Bezüglich der Anzahl der notierten Unternehmen und der gehandelten Aktien die größte
US-amerikanische Börse.

Nebenkosten

Alle dem Fonds zusätzlich aufgebürdeten Kosten wie z.B. Agio, Liquiditätsreserven und Vertriebskosten
des Emissionshauses.

Netto-Charterrate
Netto-Mietpreis für ein Schiff, nachdem von der Brutto-Charterrate (siehe Brutto-Charterrate) Kommissio-
nen (Vermittlungsvergütungen) abgezogen sind.

Nettoraumzahl (NRZ)
Einheit bei der Schiffsvermessung. Gibt die Verwendungsmöglichkeit eines Schiffes an, während die
BRZ (Bruttoraumzahl) die Gesamtgröße des Schiffes definiert (siehe Tonnage).

Nettotonnage (NRT)
Nur Rauminhalt des Frachtraums. Die Tonnagesteuer (siehe Tonnagesteuer) orientiert sich an der Netto-
raumzahl (siehe auch dwt).

Off-Hire
Zeitraum, in dem ein Schiff keine Beschäftigung hat oder technisch nicht einsetzbar ist.

Offenes Schiffsregister
Nimmt auch Schiffe aus anderen Staaten auf und ermöglicht so das Ausflaggen von Schiffen. Die größ-
ten offenen Schiffsregister unterhalten Liberia, Panama und Singapur, aber auch Antigua und Barbuda
sowie Zypern.

Option
Wahlrecht.

Panmax
Bezeichnung für Schiffe, die den Panamakanal zwischen dem atlantischen und pazifischen Ozean wegen
ihrer Größe "gerade noch" befahren können.

Partenreederei
Besondere Gesellschaftsform, bei der das Eigentumsrecht am Schiffsbestand in Parten (d.h. festen
Anteilen) auf die Mit- oder Partenreeder verteilt ist. In einem Partenbrief wird die Höhe der Kapital-
beteiligung festgehalten, nach dem die Kosten- und Erlösanteile des Partenreeders ermittelt werden. Die
Partenreeder haften gleich einem Komplementär unbeschränkt. Diese Gesellschaftsform wird nur noch
selten gewählt.

Platzierungsgarantie
Zusicherung gegenüber der Gesellschaft, dass das Fondskapital eines geschlossenen Fonds vollständig
gezeichnet wird. Bedeutet zusätzliche Sicherheit für den Anleger, da das Erreichen des Investitionsziels
gewährleistet ist.

Platzierungssicherheit
Garantiert dem Anleger die Schließung und Realisierung des Fonds. Wird in der Regel durch eine Eigen-
kapitalvorfinanzierung des Initiators realisiert.

Poolbeschäftigung
Einnahmepool: Einnahmen einer ganzen Flotte von Schiffen eines oder mehrer Reeder und der gleichen
Kategorie von Schiffen werden gebündelt und anteilig auf die einzelnen Gesellschaften verteilt, um so
eine Risikostreuung und Ratenverstetigung zu erreichen. Reedereiüberschusspool: Zwischen Schwes-
terschiffen des gleichen Reeders werden die Einnahmen sowie die Schiffsbetriebs- und Verwaltungs-
kosten gepoolt.

Portfolio
Menge aller Beteiligungen, die eine Person/Gesellschaft hält. Ziel der Portfoliomischung ist eine Streuung
des Risikos auf verschiedene Branchen und Finanzierungsphasen.

Portfolio
Zusammensetzung einer Kapitalanlage.

Private Equity
Wachstumskapital für die späteren Unternehmensphasen (Expansion, MBO/LBO, Bridge, IPO).

Private Equity Dachfonds
Diese investieren in mehrere geschlossene Fonds und minimieren dadurch das Risiko.

Private Equity Fonds

Geschlossene Fonds, deren Manager Anteile an Unternehmen kaufen. Die Firmen nutzen diese Geld-
spritze, um zu expandieren oder sich neu zu strukturieren und so einen Wertzuwachs zu generieren.

Private Placement
Platzierung einer Unternehmensbeteiligung unter wenigen Anlegern. Dadurch ergeben sich relativ hohe
Zeichnungssummen.

Produkten-/Chemikalientanker
Tanker, die neben reinen Ölprodukten wie Benzin, Gasöl, Dieselöl auch Speiseöl, Säuren, Laugen und
andere aggressive Chemikalien befördern.

Prognoserechnung
In der prognostizierten Liquiditätsrechnung werden die kalkulierten Einnahmenüberschüsse der Fonds-
gesellschaft dargestellt, aus denen die prognostizierten Ausschüttungen der Fondsgesellschaft an die
Anleger gezahlt werden sollen. In der steuerlichen Prognose wird auf Basis der prognostizierten Liqui-
ditätsrechnung das voraussichtliche steuerliche Ergebnis dargestellt.

Progressionsvorbehalt

Die in Deutschland steuerfreien, ausländischen Immobilieneinkünfte unterliegen dem Progressionsvor-
behalt, d.h. das steuerliche Ergebnis aus der Beteiligung wird zur Ermittlung des Steuersatzes zum in
Deutschland steuerpflichtigen Einkommen addiert und der daraus resultierende Steuersatz wird dann
auf das in Deutschland steuerpflichtige Einkommen angewandt.

Prospekt
Der Emissionsprospekt gibt dem Anlageinteressenten ausführliche Informationen über die geplante
Investition und ihre prognostizierte Rentabilität. Des Weiteren enthält er Erläuterungen zum rechtlichen
und steuerlichen Konzept sowie zu den zugrunde liegenden Leistungsverträgen und Partnern.

Prospektprüfung
Ein vom Prospektherausgeber in Auftrag gegebener und von einem Wirtschaftsprüfer oder einer Wirt-
schaftsprüfungsgesellschaft erstellter Prüfbericht. Die Prospektprüfung hat die Aufgabe festzustellen,
ob der Emissionsprospekt die für die Entscheidung eines Kapitalanlegers wesentlichen Angaben voll-
ständig und richtig enthält (gem. IDWS4).

Prospektprüfungsbericht
Bestätigung eines unabhängigen Prüfers über die Richtigkeit der im Prospekt gemachten Angaben hin-
sichtlich beteiligter Personen, Verträge etc..


Publikumsfonds
Fonds mit vergleichsweise niedriger Mindestbeteiligung, die vielen Anlegern eine Beteiligung ermöglichen.

Reederei, Reeder
Schiffseigner. Im Sinne von Schifffahrtsunternehmen die Eigentümergesellschaft des Schiffes.

Reefer
Isolierter Container mit Kühlaggregat (Kühlcontainer).

Referenzwährung
Währung, in der die Fondsgesellschaft die Fondspreise täglich ermittelt.

Risikodiversifikation
Risikostreuung. Anlagerisiken werden verteilt, um die Chancen eines Totalverlustes zu reduzieren.

Ro-Ro
Roll-on-Roll-off. Ro-Ro-Schiffe verfügen über eine Bugklappe oder Heckladerampe, um Schienen- oder
Straßenfahrzeuge einschließlich Anhänger aufnehmen zu können.

Road Show
Finanzsprache; Unternehmenspräsentationen vor institutionellen Investoren.

ROI (Return on Investment)
Kapitalrendite. Verhältnis von Gewinn zum gesamten investierten Kapital.

Round-the-World-Dienst
Liniendienste, die nicht zwischen zwei Regionen pendeln, sondern die die Welt in eine Richtung (ostwärts
oder westwärts) umfahren und so ein Hafennetz bedienen und weltumspannende Transporte anbieten.

Schenkungssteuerlicher Wert
Grundlage des schenkungssteuerlichen Wertes einer gewerblichen Unternehmensbeteiligung bildet das
Kapitalkonto der Kommanditisten, in dem die Liquiditätsströme und steuerlichen Ergebnisse abgebildet
sind. Dabei werden Ausschüttungen wie Entnahmen behandelt.

Schiffshypothekendarlehen
Bankdarlehen. Die Darlehensforderung ist durch Eintragung einer Schiffshypothek im Seeschiffsregister
abgesichert.

Slot
Containerstellplatz auf einem Schiff.

Spekulationsgewinn
Spekulationsgewinn kann aus Spekulationsgeschäften resultieren. Der Gewinn oder Verlust eines solchen
Geschäftes wird aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, Veräußerungspreis und Werbungskosten er-
mittelt. Er kann erhöht werden, wenn es Abschreibungen innerhalb der Spekulationsfrist gibt.

Steuerbord
Rechte Seite eines Schiffes in Fahrtrichtung, grüne Kennung (Gegensatz: Backbord).

Steuerliches Ergebnis
Positiver oder negativer Saldo der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eines Unternehmens unter steuer-
rechtlichen Bedingungen, welcher vom handelsrechtlichen Ergebnis abweicht.

Stille Beteiligung
Ein Investor investiert Kapital für eine bestimmte Laufzeit, ohne selbst direkter Gesellschafter zu werden.
Die Beteiligung kann anonym bleiben und wird nicht ins Handelsregister eingetragen (still).

Stiller Gesellschafter
Beteiligt sich an einem Unternehmen mit einer Einlage, die in das Vermögen der Gesellschaft übergeht. In
den meisten Fällen wird die Einlage mit einem vertraglich festgelegten Zinssatz verzinst. Der stille Ge-
sellschafter nimmt nicht am Ergebnis der Gesellschaft teil.

Suezmax
Größenbezeichnung für Schiffe, die eine Tragfähigkeit von max. 150.000 tdw haben und daher durch den
Suezkanal fahren dürfen.

Tanker
Seeschiff zum Transport von flüssiger und gasförmiger Ladung.

tdw
Englisch: Tons Deadweight (siehe Ladefähigkeit).

TDW (Tons deadweight)
Tragfähigkeit des Schiffes in Tonnen.

TEU (Twenty-Foot Equivalent Unit)
Standardcontainer mit einer Länge von 20 Fuß (rd. sechs Meter).

Tonnage
Begriff aus der behördlichen Schiffsvermessung zum Zweck der Gebührenerhebung oder als Maß für
die Ermittlung des nutzbringenden Raumes in Bezug auf seine Aufnahmefähigkeit an Gewicht und Vo-
lumen der zu transportierenden Ladung. Seit 1999 ist dies auch als Basis für die pauschalierte Gewinn-
ermittlung relevant (siehe Tonnagesteuer).

Tonnagesteuer

Möglichkeit, eine pauschalierte Gewinnermittlung in Abhängigkeit von der im internationalen
Schiffsverkehr eingesetzten Tonnage vorzunehmen. An diese Gewinnermittlungsart ist die Gesell-
schaft für zehn Jahre gebunden.

Trade Sale
Siehe Exitkanäle.

Treuhandgebühr
Auch Verwaltungsgebühr. Jährliche Gebühr, die direkt aus dem Fondsvermögen abgezogen wird und die
Kosten der Fondsgesellschaft deckt.

Treuhandgesellschaft
Unternehmen, welches Rechte oder Sachen als Eigenrechte empfängt mit der Bestimmung, sie nur im
Interesse des Treugebers zu gebrauchen. Geldmittel, die verwaltet werden, werden auf ein Treu-
handkonto (Anderkonto) eingezahlt.

Treuhandvertrag
Regelt Rechte und Pflichten von Treuhänder (Treunehmer) und Treugeber.

ULCC-Tanker
Ultra Large Crude Carrier. Rohöltanker ab ca. 320.000 tdw.

Unterschiedsbetrag
Im Jahr des Wechsels zur Tonnagesteuer sind der Unterschiedsbetrag zwischen Buch- und Teilwert des
Schiffes sowie sonstige im Betriebsvermögen der Beteiligungsgesellschaft vorhandene stille Reserven fest-
zustellen, die bei der Veräußerung des Schiffes oder im Falle einer Rücknahme der Option zur Tonnage-
steuer nach Ablauf der zehnjährigen Bindungsfrist unabhängig vom tatsächlich erzielten Veräußerungs-
erlös zu versteuern sind.

VCG
Venture-Capital-Gesellschaft.

Venture Capital (VC)
Wachstumskapital an Unternehmen in der Gründungs- und Frühphase (Seed, Early-Stage).

Venture-Capital-Beteiligung
Eine VCG beteiligt sich mit Kapital gegen Gesellschafteranteil am Unternehmen. In der Regel sind es
Minderheitsbeteiligungen von bis zu 49%. Zielsetzung ist, die Anteile nach einigen Jahren gewinnbringend
zu verkaufen.

Venture-Capital-Fonds
Fonds, aus dem das Kapital für die Investments der VCG bereitgestellt wird.

Vermögensverwaltende Gesellschaft
Eine Gesellschaft, die lediglich steuerliche Überschusseinkünfte (insbesondere Einkünfte aus Vermietung
und Verpachtung sowie Einkünfte aus Kapitalvermögen), also nicht sonstige Einkünfte (z.B. Einkünfte aus
Gewerbebetrieb) erzielt.

Vertragsreeder
Schifffahrtsunternehmen, welches von der Beteiligungsgesellschaft mit der Bereederung des Schiffes be-
auftragt wird.

Vorkaufsrecht
Der Vorkaufsberechtigte bekommt das Recht auf Vorkauf einer Immobilie eingeräumt.

Wechselkursrisiko
Risiko der Veränderung des Kurses einer Währung gegenüber einer anderen Währung.

Währungschance
Chance, durch vorteilige Schwankung des Wechsel- oder Umtauschkurses zweier Währungen Gewinn
zu erzielen. Der Währungschance steht in gleichem Ausmaß das Währungsrisiko gegenüber.

Währungsrisiko
Risiko, durch nachteilige Schwankung des Wechsel- oder Umtauschkurses zweier Währungen Geld zu
verlieren. Dem Währungsrisiko steht in gleichem Ausmaß die Währungschance gegenüber.

Zeitcharter
Entgeltliche Überlassung eines voll ausgerüsteten Schiffes inklusive Besatzung für einen bestimmten
Zeitraum.

Zweitmarkt
Für weiterverkaufte Geschäftsanteile, meistens Kommanditanteile, gibt es einen inoffiziellen Markt, da
eine Börse oder ein amtlich zugelassener Markt nicht existiert. Viele Initiatoren haben daher einen internen
Zweitmarkt für ihre Fondsanleger organisiert.

 

 

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